Verpflichtung zu einer umwelt-
orientierten Unternehmenspolitik:

Der Werkstoff Glas ist schon aufgrund seiner verwendeten 
Rohstoffe Sand, Soda und Kalk ein äußerst umweltfreund-
licher Baustoff. Mit der innerbetrieblichen Rückführung der 
während der Glasherstellung an-fallenden Glasscherben sowie 
dem Einsatz von aufbereiteten Fremdscher-ben, die von Glas-
recyclingunternehmen hinzugekauft werden, trägt die Glasfa-
brik Lamberts in erheblichem Maß dazu bei, daß innerhalb des
volkswirtschaftlichen Kreislaufs bereits hergestelltes und nicht 
mehr funktionsfähiges Glas wiederverwendet werden kann.

Bereits im Jahre 1985 investierte das Unternehmen ca.1 Mio. 
DM in eine Glastrennungs- und -sortierungsanlage für Fremd-
scherben, um dem Umweltschutzgedanken Rechnung zu tra-
gen. Diese Glascherbenaufbereitungsanlage wird seit der In-
betriebnahme ständig verbessert und dem neu-esten techn-
ischen Stand angeglichen.

1990 wurde eine elektrische Rauchgasfilteranlage für 3,5 Mio. 
DM erstellt und 1991 in Betrieb genommen. Diese reduziert die 
Staubanteile aus den Abgasen des Glasschmelzprozesses un-
ter die geforderten Werte der Um-weltbehörden und leistet ei-
nen großen Beitrag zur Luftreinhaltung.

Bei der Herstellung von Gußglas wurden üblicherweise zur  
Beheizung der Glasschmelzwanne schweres Heizöl  und vo-
rgewärmte Luft verwendet. Die Glasfabrik Lamberts hat den 
Gedanken zur umweltfreundlichen Herstellung von Glas kon-
sequent weiterverfolgt und im Jahr 1996 die weltweit modern-
ste und umweltfreundlichste Gußglasschmelzwanne in Betrieb 
genommen.  Das neue Beheizungssystem der Glasschmelz-
wanne - Sauerstoff und schweres Heizöl (Oxy-Fuel) - reduziert 
den bei den her-kömmlichen Beheizungssystemen anfallenden 
Ausstoß von Stick-stoffoxiden (NOX)  um das 5-fache. Mittels 
dieser Primärmaßnahme zur Minderung der Stickstoffoxide ist 
zusätzlich bei gleicher Schmelzleistung der Verbrauch an Heizöl 
um 25% gesenkt worden. Die zukunftsweisende Entscheidung 
für diese Art von Beheizung der Glasschmelzwanne hat sich in
 jeder Hinsicht bewährt. Dies bestätigen insbesondere die stren-
gen Kon-trollen durch das Landesamt für Umweltschutz, das 
bzgl. der Emissionen aus der Glasschmelzwannne revolvierend 
Messungen durchführt. Die Glasfabrik Lamberts hat in diesem 
für die Glasproduktion so wichtigen Bereich gezeigt, daß zun-
ächst scheinbar unerreichbare Umweltschutzziele mit Engage-
ment und Ideen oftmals doch in die Praxis umgesetzt werden 
können.

Auch bei den zu verwendenden Verpackungsmaterialien wird
 äußerst sorgfältig auf das Kriterium Recyclingfähigkeit ge-
achtet. Daneben wird auch gemeinsam mit den von der Glas-
fabrik Lamberts beauftragten Speditionen an neuen Transport-
systemen gearbeitet, die weiteres Verpackungsmaterial ein-
sparen sollen.

Ein werksinternes Mülltrennungs- und -vermeidungssystem 
leistet einen weiteren Beitrag zu umweltgerechtem Verhalten. 
Zusammenfassend kann gesagt werden, daß die Glasfabrik 
Lamberts sich der großen Herausforderung eines umweltge-
recht handelnden Produktionsbetriebes stellt und daß einige 
Innovationen bereits Antworten auf ökologische Fragen ge-
ben konnten. Damit auch in Zukunft neue Ent-wicklungen 
und Gedanken umgesetzt werden können, hat die Glasfabrik 
Lamberts die Maxime, umweltbewußt und umweltgerecht zu 
handeln, fest in ihrem Unternehmensleitbild verankert und
 trägt auch insofern weiter dafür Sorge, daß die Unterneh-
mensentscheidungen und -handlungen auch in Zukunft in 
großem Maße davon beeinflußt werden. Als der einzige mit-
telständisch-private und nicht konzerngebundene Flachglas-
produzent Europas wird sich die Glasfabrik Lamberts auch 
weiterhin  ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stellen.